Hier finden unsere Projekte Physiotherapie, medizinische Geräte und Musikinstrumente statt.

12439296_474502242752441_6477962467869661239_nDas Waisenhaus in Agra wird von dem Orden “Missionaries of Charity”, den Mutter Theresa gründete, geführt. Es  leben ca. 40 Kinder im Alter zwischen 0 – 12 Jahren in dem Waisenhaus. Einige der Kinder sind körperlich und/oder geistig behindert.

Die meisten Kinder sind Waisen. Manche haben zwar noch Eltern, jedoch sind diese viel zu arm, um ihre Kinder zu ernähren. Wenn die Kinder noch Eltern haben, können sie meist nur eine bestimmte Zeit im Heim bleiben und müssen, sobald ihre Eltern ihre Notsituation geregelt haben (oder auch nicht), wieder in ihre Familien zurück.

Das Waisenhaus bietet den Kindern ein Dach über dem Kopf, Pflege und – durch die Unterstützung eines Hotels in Agra – geregelte Mahlzeiten.

1966918_760141994023694_4522863814794894503_nAgra liegt in einem sehr wasserarmen Gebiet, wodurch nicht gewährleistet ist, dass das Heim jeden Tag mit Wasser versorgt ist. Teilweise muss man sogar mehrere Tage auf frisches Wasser warten. Durch einen Wasserspeicher kann einige Zeit überbrückt werden, dieser ist meist jedoch für die Hygiene von 40 Kindern nicht ausreichend.

Ein weiteres Problem ist die schlechte Stromversorgung. Durch die momentane Privatisierung des Stromnetzes in Agra fällt auch der Strom manchmal tagelang aus, was die Tage und Nächte – bei Temperaturen bis zu 50 Grad im Sommer – unerträglich macht, da die Air-Cooler und Ventilatoren nicht zu betreiben sind.

Die Erziehung der Kinder übernehmen indische Mädchen, die aus allen Teilen Indiens kommen, um sich und ihre Familien durch ihre Tätigkeit im Heim ein geregeltes Einkommen zu ermöglichen. Diese Mädchen sind teilweise selbst noch minderjährig und haben keinerlei pädagogische Aus- bzw. Vorbildung.

11836749_409885205880812_1541862792369829322_nSind die Kinder alt genug können sie auch eine Schule in der Nachbarschaft besuchen und werden nachmittags von einer Lehrerin bei den Hausaufgaben unterstützt. Bei den Kindern, die wieder in ihre Familien zurückgehen ist die Schulbildung bislang leider nicht gewährleistet.

Die Situation der körperlich behinderten Kinder war bis unser Projekt Physiotherapie gestartet wurde besonders desolat. Meist lagen sie den ganzen Tag auf dem Boden und wurden nicht beschäftigt, geschweige denn gefördert. Außerdem waren keinerlei behindertengerechten Möbel vorhanden. Durch die Einstellung des Physiotherapeuten konnten wir diesem Zustand bereits entgegenwirken.

Ein weiteres Problem ist die medizinische Versorgung der Kinder. Es ist kein Arzt vor Ort, der sich regelmäßig um die Kinder kümmert. So haben viele von ihnen beispielsweise sehr schlechte Zähne. Medikamente bekommt das Kinderheim von Touristen gespendet, die das Heim besuchen und einfach alles dort gelassen haben, was sie selbst nicht mehr benötigen.

Bei einem Praktikum in Indien können Sie in die Arbeit dieser Einrichtung hinein schnuppern!